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Caritas-Gemeinschaftsstiftung fördert Projekt zur Schulung von Fachkräften mit 5.000 Euro

 

Förderübergabe Schulung Mitarbeiter
Übergaben symbolisch mit Rucksack und Fernglas die Fördersumme von 5.000 Euro: Dr. Claus Niemann, Monika Schnellhammer, Carina Heering und Günter Sandfort
Foto: M.Löning 

Osnabrück, 03. August 2010. Wenn Eltern Suchtprobleme haben, dann sind auch immer deren Kinder gefährdet. In Deutschland sind rund drei Millionen Kinder und Jugendliche von der Suchterkrankung der Eltern betroffen – das ist jedes siebte Kind. Hilfe für Kinder kann nur erfolgreich sein, wenn ihre Probleme frühzeitig erkannt werden.

Dazu schult die Fachambulanz für Suchtprävention und Rehabilitation des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Osnabrück Mit-arbeiter von Kindertagesstätten, Sozialen Diensten, Familiengerichten oder Schulen. "Mit unserer Fortbildung vermitteln wir grundlegende Kompetenzen und eine Reihe von praktischen Fertigkeiten im Umgang mit betroffenen Kindern und deren Eltern", informiert Monika Schnellhammer, Leiterin der Fachambulanz.

Mit Hilfe der Caritas-Gemeinschaftsstiftung lernen Fachkräfte aus verschiedenen Einrichtungen und Diensten eigenverantwortliche und zielgerichtete Maßnahmen zu ergreifen. "Nur durch gezielte qualifizierte Fortbildungsangebote von Mitarbeitern der Sozialarbeit und den Gesund-heitsdiensten zur Früherkennung von Suchtproblemen von Eltern und deren Behandlung, haben betroffene Kinder und ihre Familien Chancen für eine gesellschaftliche Perspektive. Darum ist dieses Fortbildungs-angebot ein eminent wichtiger Baustein zur Zukunftssicherung der Kinder und Familien", erläutert Dr. Claus Niemann, Mitglied des Stiftungsrates, die Förderentscheidung des Stiftungsrates.

Das neue Schulungsangebot soll Perspektiven für die Gestaltung der Berufsrolle und der Arbeit in der Praxis vorstellen und zur Reflexion anregen.

„Fachkräftefortbildungen zur Berücksichtigung neuer Erkenntnisse in der Suchthilfe sind wichtig, um sich auf die ständig wechselnden Herausforderungen von suchttypischen Mustern und Verhaltensweisen im Alltag der Familien einstellen zu können. Das Projekt der Fachambulanz für Suchtprävention und Rehabilitation ist eine Innovation, es setzt dort an, wo es Sinn macht: Nämlich bei denjenigen, die in Kontakt zu Kindern und Jugendlichen suchtkranker Eltern stehen“, unterstreicht Günter Sandfort, Stiftungsvorstand.

Die Caritas-Gemeinschaftsstiftung unterstützt die Fachkräfteschulung mit 5.000 Euro. Nach einer Modellphase von zwei Jahren ist eine Aus-wertung des Projekts geplant.