Der Sonnenschein-Preis für ehrenamtliches Engagement...
...ist nach Carl Sonnenschein benannt. Sonnenschein (1876-1929) war ein unkonventioneller katholischer Priester, der unter anderem in Berlin als Sozialreformer
wirkte. Ein Anliegen Sonnenscheins war die Förderung sozialen Engagement eines jeden Katholiken.
Dr. Gerrit Schulte hielt am Caritas-Sonntag zur Verleihung des Sonnenschein-Preises eine Festrede, die Sie hier nachlesen können:
"Ehrenamtliche treffen Experten fürs Leben"
Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück würdigt Schüler aus Haselünne
Foto: K.Loepker
Haren / Bistum Osnabrück, 26.09.2010. Die Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück zeichnet in diesem Jahr vier Initiativen und Einzelpersonen für besonderes soziales Engagement mit dem Son-nenschein-Preis aus. Eine Schülergruppe der St. Vinzenzschule in Haselünne wird für ihren ehrenamtlichen Einsatz im Altenheim mit 4000 Euro geehrt. Insgesamt bekommen die Preisträger 10.000 Euro. Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Weihbischof Theodor Kettmann, würdigte 41 Preisträger während eines Festaktes in Haren und betonte, dass ihre vier Initiativen in besonderer Weise das Motto der Caritas-Jahreskampagne 2010 verdeutlichen. In diesem Jahr setzt sich die Caritas bundesweit mit „Experten fürs Leben“ für Menschen im Alter ein. „Damit wird in sehr aktiver und positiver Weise der Respekt und die Würdigung gegenüber den Menschen im Alter in den Fokus gestellt.“
Den 1. Preis bekommen Schüler mit ihrer Lehrerin des zehnten Jahr-ganges der Vinzenzschule: Sie verbringen im Rahmen eines „Sozialen Seminars“
jede Woche zwei Stunden mit Bewohnern des Altenheimes St. Ursula und spielen: Nintendo Wii. Die Spielkonsole integriert die
alten Menschen in die Welt der Jungen. Diese wiederum nehmen Teil an deren Leben, in dem sie mit ihnen reden, basteln, lesen,
Spazieren gehen oder einfach zuhören wenn sie von ihrem Leben und ihren Er-fahrungen reden. „Die Schüler zeigen Geduld und
Ausdauer im Umgang mit den Bewohnern und nehmen teil an ihrem Leben. Das hat uns be-sonders beeindruckt“, sagt der Weihbischof.
„Das Projekt fördert die Be-gegnung zwischen den Generationen – genau dafür steht auch die Caritas Jahreskampagne: Sie will
die selbstbestimmte Teilhabe – auch im Alter fördern und fordern.“
Der 2. Preis geht an das Projekt „Mobile Bahnhofsmission“ in Osnabrück. Hier kümmern sich ältere Ehrenamtliche um die steigende Zahl älterer
Reisender, die alleine nicht zurechtkommen. Sie helfen ihnen, den richtigen Bahnsteig, den passenden Ein- oder Ausstieg oder
den nächsten Anschlusszug zu erreichen oder kümmern sich um das Ge-päck. „Dieses Engagements ermöglicht es vielen Menschen,
auch im Alter mobil zu sein und den Kontakt zu Familie und Freunden nicht zu verlieren“, lobt Kettmann. Dafür gibt es 3000
Euro.
Der 3. Preis geht nach Georgsmarienhütte. Hier leisten Margret Meyer und Renate Licher seit vielen Jahren Hospiz-Dienste. Trotz eigener
schwerer Krankheit steht Frau Licher seit nunmehr 20 Jahren alten Menschen selbst in der akuten Sterbephase zur Seite. „Sie
nimmt von sich aus Kontakt zu den Menschen auf und versucht, ihnen einen schweren Teil des Lebens lebenswerter zu machen“,
sagt Christel Meinert, die die Frauen für den Preis nominierte. Die beiden Frauen be-kommen für ihre Arbeit 2000 Euro.
1000 Euro gehen schließlich an „Kioskdamen und Herrenfrühstück“ im Altenpflegeheim St. Brigitta in Bremen. Die Kioskdamen bieten dort
Dinge des alltäglichen Lebens an oder kaufen für die Bewohner auf Be-stellung ein. Sind mal keine Kunden da, nehmen sie sich
Zeit für Ge-spräche. Einmal in der Woche organisieren sie ein „Herrenfrühstück“ sowie einen Kaffeenachmittag. Damit bieten
sie den Bewohnern eine Auszeit vom Alltag – und für viele einen Höhepunkt der Woche.
Für den Sonnenschein-Preis 2010 wurden mehr als 300 sozial engagierte Ehrenamtliche nominiert, die in 29 Projekten aktiv sind.
Für den Sonnenschein-Preis muss man vorgeschlagen werden. Das Preisgeld kommt den Projekten und Aktivitäten der Ehrenamtlichen
zu Gute.
